Alfajores de Maizena

Wenn du auch schon seit Wochen ständig von weihnachtlichem Gebäck umgeben bist (das wird unweigerlich der Fall sein, wenn ich mal zu meinen Blogger-Kolleginnen hinüberblinzel) und einfach mal wieder etwas anderes möchtest, das ohne Spekulatiusgewürz, Zimt und Anis auskommt, dann probiere einfach mal traumhafte Alfajores!

Du kennst die nicht? Keine Sorge, in unseren Gegenden habe ich noch nie jemanden getroffen, der Alfajores kennt. Und wenn doch, dann konnte ich sicher sein, dass derjenige schon einmal im Urlaub in Argentinien, Uruguay oder Bolivien war.

Ich könnte die Alfajores als eine Art lateinamerikanische Macarons beschreiben. Sie bestehen aus zwei Keksen in deren Mitte die süße und zähe Füllung aufgespritzt wird. Gebacken werden Alfajores mit Maisstärke, das macht sie besonders fein im Geschmack! Grundsätzlich sind Alfajores in vielen Varianten zu backen. Mit Schokolade, ohne Schokolade, mit Nüssen, mit Kokos und und und… Meine absoluten Lieblinge sind jedoch Alfajores de Maizena – ganz klassisch mit einer Füllung aus Dulce de Leche und ohne Schokolade! –>Dulce de Leche ist übrigens eine Art süße Karamellcreme. Du kannst sie selbst herstellen oder im gut sortieren Supermarkt (oder wie ich bei Amazon) kaufen. Ich mache natürlich gerne jede Komponente in meinen Rezepten selbst, bei Dulce de Leche greife ich aber auf die original argentinische von Havanna zurück. Die ist in meinen Augen einfach die beste – und warum sollte ich versuchen, es NOCH besser als „am besten“ zu machen 😉

Der ein oder andere wird wird es wissen – vor 3 Jahren habe ich einige Monate im wunderschönen Buenos Aires in Argentinien verbracht. Diese spannende und aufregende Stadt hat mich sicherlich auf viele Arten geprägt. Vor allem weiß ich jetzt, was wirklich eine Big City ist! Vielleicht fällt Dir bei „Buenos Aires“ auch als erstes der Tango ein (der kam definitiv nicht zu kurz) oder auch Messi, ebenso untrennbar mit Argentinien und besonders Buenos Aires ist jedoch auch das charakteristische Essen.

Fleisch gibt es in sehr guter Qualität für einen „Spott“-Preis. Dazu guter vollmundiger Rotwein…. Ich komme direkt ins Schwärmen, wenn ich an meine unzähligen Abende in Gesellschaft vieler neuer Bekannten denke, im Dezember mit 35 Grad Außentemperatur bei den typischen Parillas – dass ist das argentinische BBQ!

Die Argentinier lieben aber auch Süßes! Es gibt nicht ohne Grund an jeder Ecke einen Bäcker oder Konditor in denen süße Köstlichkeiten angeboten werden. Und obwohl ich nicht der allergrößte Süß-Fan bin, habe ich mich in die Alfajores verliebt!

Nun aber schnell zum Rezept für etwa 18 Alfajores:

  • 150 g Butter
  • 100 g Zucker
  • Prise Salz
  • 3 Eigelb
  • Mark einer Vanilleschote
  • Abrieb einer halben Zitrone
  • 1/2 TL Natron
  • 1 Pck. Backpulver
  • 150 g Mehl
  • 200 g Speisestärke aus Mais
  • 1 EL Rum
  • 350 g Dulce de Leche
  • 5 EL Kokosraspeln

Als erstes schlage die Butter mit dem Zucker und dem Salz cremig auf. Füge dann ein Eigelb nach dem anderen hinzu und verrühre immer wieder gut. Gib das Mark der Vanilleschote sowie den Zitronenabrieb in die Buttermischung.

Vermenge in einer zweiten Schüssel das Mehl, die Maisstärke, Natron und Backpulver. Hebe die Mischung mit einem Teigschaber unter die Butter und gib den Rum hinzu. Verknete alle Zutaten mit den Händen zu einem glatten, festen Teig. Wickel den Teig in Frischhaltefolie und lasse ihn 30-60 Minuten im Kühlschrank ruhen.

Heize den Ofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vor. Nimm den Teig aus dem Kühlschrank und rolle ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 3-5 mm dünn aus. Steche circa 5 cm große Kreise aus und lege sie auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Backe die Kekse etwa 9 Minuten auf mittlerer Schiene. Lasse sie auf einem Rost erkalten.

Fülle anschließend die Dulce de Leche in einen Spritzbeutel. Drücke die Masse immer auf die Unterseite eines Kekses und setze einen zweiten Keks obendrauf. Achte darauf, dass die Dulce de Leche etwas am Rand hinausquillt – dann kannst du sie nämlich wunderbar in Kokosraspeln wenden!

Ich habe die Alfajores zum ersten Mal gebacken und war mit keineswegs sicher, ob sie so gut werden, wie ich sie aus meinen argentinische Zeiten in Erinnerung hatte. Aber alle Sorge war unbegründet! Meine Alfajores sind absolut gelungen, sie zergehen auf der Zunge und die Zitrone im Keks bietet einen herrlichen Gegenpol zu der süßen Füllung! Am liebsten würde ich alle direkt aufessen, aber das geht ja wohl auch nicht… 😀

Ich hoffe, dass ihr mein Rezept nachmacht! Es lohnt sich wirklich und ich würde mich freuen, wenn sich noch mehr Menschen in dieses herrliche Gebäck verlieben würden!

Eure Isa ❤

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3 Gedanken zu „Alfajores de Maizena

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