Toskanische Gemüsesuppe

… oder Ribollita oder toskanische Bohnensuppe oder oder oder. Viele Namen hat sie, doch versteckt sich dahinter immer das gleiche, herzhafte und wärmende Gericht. Die Ribollita ist die perfekte Suppe zum Vorbereiten! Denn ihre Aromen kommen besonders dann gut zur Geltung wenn die Gemüsesuppe nach dem Erkalten erneut Erwärmt wird und so auch ihre dickliche Konsistenz erhält. Deshalb kann man die Ribollita direkt in großen Mengen kochen – wieder aufwärmen ist gar nicht schlimm sondern viel mehr: Gewollt! Auch zum Winter passt die Suppe, die ursprünglich aus Mittel-Italien stammt. Sie enthält wunderbare Gemüse die im Winter bei uns Saison haben und außerdem ist sie heiß serviert genau die richtige Suppe, um von innen zu wärmen und die Kälte zu vergessen. Im Sommer würde ich wahrscheinlich anfangen zu schwitzen, würde ich Ribollita essen 😀 

Die Toskaner (ja, so nennt man die Einwohner der Toskana wirklich) werden von ihren Landsleuten manchmal leicht spöttisch als „die Bohnenesser“ tituliert. Woher das kommt? Bohnen sind absolutes Traditionsgemüse und werden in vielfacher Weise in Gerichten verarbeitet. Nicht ohne Grund nennt man die Ribollita auch toskanische Bohnensuppe. Leckere weiße Bohnen sind zusammen mit Kohl und Brot die nahrhafte Grundlage der Suppe. Für mich ist das Gericht genau das Richtig – Ich liebe weiße Bohnen (schon zu Schulzeiten habe ich eingelegte weiße Bohnen als Mittagssnack in die Schule mitgenommen 😀 ) und ich bin bekennender Kohl-Fan. Grundsätzlich kann man die Ribollita mit verschiedensten Gemüse- beziehungsweise Kohlsorten kochen. Da ich besonders gerne Wirsing esse, habe ich mich für ihn entschieden. Tatsächlich hatte ich am Ende so viel Wirsing, dass mein Topf beinahe dazu zu klein war 😀

Abgerundet mit qualitativem Olivenöl, mediterranen Kräutern und etwas italienischem Hartkäse entsteht eine wunderbare Suppe, die du unbedingt probieren solltest!

Für vier Portionen (ein großer Kochtopf voll) braucht ihr:

  • 1 Wirsing (Kaufgewicht etwa 1,2 Kg)
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Stangen Sellerie
  • 350 g weiße Bohnen (Abtropfgewicht)
  • 1 Zwiebel
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Tomatenmark
  • 5 EL Olivenöl
  • 2 Zweige Thymian
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • S&P, Muskat
  • 4 Scheiben Weißbrot
  • 4 EL geriebener Käse

Wenn Du getrocknete weiße Bohnen hast, musst du diese zunächst über Nacht in Wasser einweichen und anschließend gut 3 Stunden kochen, damit sie weich werden. Du kannst jedoch auch wie ich einfach weiße Bohnen aus der Dose verwenden, das geht deutlich schneller!

Hacke als erstes Zwiebel, Knoblauch und Sellerie klein. Erhitze 2 EL Olivenöl in einem großen Topf und schwitze Zwiebel, Knoblauch und Sellerie darin unter Rühren etwa 10 Minuten an. In der Zwischenzeit putze den Wirsing und schneide ihn in feine Streifen. Schneide auch den Lauch in feine dünne Scheiben. Binde Rosmarin und Thymian zusammen. Am besten ist es, wenn du die Kräuter in ein Säckchen gibst – sonst kann es passieren (man lernt ja aus Fehlern :-D), dass hinterher die ganzen Blättchen in der Suppe und nicht gut zu kauen sind.

Wenn die Zwiebeln angeschwitzt sind, gib Lauch, Wirsing und Kräuter hinzu und dünste sie unter Rühren 3 oder 4 Minuten weiter an. Koche im Wasserkocher mindestens 1 Liter Wasser auf. Schütte das heiße Wasser in den Topf und verrühre darin das Tomatenmark. Gieße auch die Flüssigkeit aus den Bohnendosen in die Ribollita, behalte die Bohnen aber noch zurück. Koche die Suppe auf und lasse sie anschließend eine halbe Stunde zugedeckt sieden. Schmecke mit Salz und Pfeffer ab. Füge dann die Bohnen hinzu und lass die Ribollita noch ein paar Minuten weitersieden.

In der Zwischenzeit kannst du das Weißbrot schonmal in kleine Würfel schneiden und im Backofen anrösten. Hacke auch die Petersilie.

Wenn die Super fertig ist, entferne die Kräuter! Schmecke noch einmal mit Salz, Pfeffer und Muskat ab. Serviere die Suppe am besten heiß und auf den Brotwürfeln, die sich wunderbar mit der Ribollita vollsaugen. Gib vor dem Servieren noch Petersilie, Käse und den Rest des Olivenöls hinzu. Besonders das Olivenöl macht hier den Unterschied aus und je hochwertiger es ist, desto besser wird die Ribollita!

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3 Gedanken zu „Toskanische Gemüsesuppe

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