Rosenkohl-Pasta mit Petersilie

Einst gab es einmal ein kleines Mädchen. Um genau zu sein, waren es sogar zwei, zwei kleine süße Prinzessinnen. Sie liebten es, den ganzen Tag zusammen zu spielen. Sie verkleideten sich mit wunderschönen Stoffen, kleideten ihre Barbies an und wieder aus und und und…. Ihre Tage waren stets schön, und an den Wochenenden war es sogar noch schöner, denn da konnten Mama und Papa beide mit ihren kleinen Prinzessinnen spielen. Jeden Abend gab es wunderbare Speisen, von Mama (und manchmal vielleicht auch von Papa) gekocht und liebevoll angerichtet. Dann duftete es im ganzen Haus und die Prinzessinnen freuten sich auf köstliche Nudeln, Fleisch oder auch Gemüse. Doch irgendwann muss jede Prinzessin lernen, dass das Leben nicht nur aus rosa Barbiekleidchen und Pasta Bolognese besteht. Und eines Tages war es soweit. Die Prinzessinnen ahnten schon früh, dass irgendetwas nicht so war, wie sie es kannten. Irgendetwas war anders, es war nur so eine Ahnung… Vielleicht war es der fremdartige Geruch, der aus der Küche strömte? Vielleicht war es die Aufregung, die Mama und Papa plötzlich erfasst hatte und die Art, wie sie voller Begeisterung über das bevorstehende Abendessen sprachen. Ja, was genau war es wohl..?Und dann plötzlich war es soweit. „Kinder, Essen ist fertig!“ erklang es aus der Küche und in freudiger Erwartung setzen sich die Prinzessinnen an den Tisch und ließen sich etwas ganz Unbekanntes, Neues, von Mama auf ihrem Teller servieren.

Das muss aber etwas ganz besonderes sein! Mama und Papa überschlugen sich nur vor Lobpreisungen über diese kleinen, fleischklößchengroßen, grünen Kugeln auf ihren Tellern, die sich Rosenkohl nannten… Aber so ist das eben im Leben, irgendwann verliert man seine Naivität und lernt, dass Mama auch mal schlechte Ideen haben kann. Prinzessin 1 hatte die erste Gabel im Mund, als sie plötzlich Prinzessin 2 anschaute, die offensichtlich das Gleiche schreckliche Erlebnis hatte und mit Entsetzen das grüne Etwas wieder auf den Teller beförderte. Und Prinzessinnenschwestern sind sich grundsätzlich einig, wenn es darum geht, sich gegen Mama und Papa zu verschwören. ROSENKOHL würde definitiv nicht mehr gegessen werden und auch zahlreiche Versuche der lieben Eltern in der Zukunft, waren nicht von Erfolg gekrönt. 

Zumindest bis die kleinen Prinzessinnen plötzlich groß waren, Mamas Küche den Rücken zudrehen mussten und sich einen eigenen Palast bauten. Da erinnerte sich eine, dass es damals doch so etwas gab… Etwas, dass sie immer schrecklich widerlich fande, dass aber doch einen zweiten Versuch verdient hätte. Und so kam es, dass der Rosenkohl doch noch den Weg in eine Küche fand, die niemals mit seiner Anwesenheit gerechnet hätte (Die Mama übrigens auch nicht – böse Kommentare, warum man jahrelang versucht habe, Rosenkohl schmackhaft zu machen, damit er dann gegessen wird, sobald sie nicht mehr kochen muss, waren natürlich vorprogrammiert).

Und Achtung: ROSENKOHL ist gar nicht so eklig. Vermutlich wird es nie mein Lieblingsgemüse sein. Aber ab und zu ist er doch ein willkommener Gast, der Abwechslung in die Küche bringt! Kombiniert mit Tagiatelle, Petersilie und etwas krossem Parmaschinken kann das dann gar nicht mehr falsch laufen!

Für 1 große Portion Rosenkohl-Pasta braucht ihr:

  • 140 g Rosenkohl
  • 100 g Tagiatelle
  • 2 Streifen guten Parmaschinken
  • 2 El Creme fraiche
  • 2 El Naturjoghurt
  • 1/2 Zitrone
  • 3 Stängel Petersilie
  • Muskat, Salz, Pfeffer

Putze als allererstes den Rosenkohl. Entferne die äußersten Blätter, halbiere sie, bedecke sie in einem Topf mit Wasser, bringe das Wasser zum kochen. Schalte dann etwas herunter und lasse den Rosenkohl etwa 15 Minuten lang gar ziehen.

Brate den Parmaschinken in einer heißen Pfanne ohne Fett knusprig an.

Koche dann die Tagiatelle nach Anweisung gar. In der Zwischenzeit kannst du die Creme fraiche mit dem Naturjoghurt vermengen, mit Salt, Pfeffer und Muskat würzen. Zupfe die Blätter der Petersilie von den Stängeln und hackt sie fein. Gib auch die Petersilie zum Joghurt dazu. Reibe etwas der Zitronenschale hinzu, und etwa 1 EL Zitronensaft. Gib auch noch 2 oder 3 EL vom Nudelwasser in die Sauce hinein.

Gieße den Rosenkohl und die Nudeln ab. Füge beides in die Sauce, vermenge alles gut und gib zuletzt den in Stückchen gebrochenen Parmaschinken hinzu!

Das wars – Rosenkohl leicht gemacht (und Lecker!).

Wenn Du jetzt Lust hast, noch mutiger zu werden und Rosenkohl mal anders zu probieren, probiert den leckeren Gebackener Rosenkohl!

Guten Appetit,

Eure Isa ❤

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10 Gedanken zu „Rosenkohl-Pasta mit Petersilie

  1. Bis auf die andere Prinzessin hätte das auch meine Geschichte sein können (Mein Bruder würde sich sicher ungern als Prinzessin bezeichnen lassen 😛 ) Wirklich begeistert bin ich auch heute nicht vom Rosenkohl aber meinem Mann zuliebe bereite ich ihn manchmal zu oder mische ihn in einen Auflauf und esse dann auch mal Rosenkohl 😉
    LG Diana

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      1. Ich kenne Rosenkohl halt nur pur. Höchstens mit Salz, halt als langweilige Gemüsebeilage. Wenn man den vielleicht mit Kürbis, Parmesan und Trüffelöl oder so kombiniert, könnte es vielleicht was werden. Ich werde berichten 🙂

        Gefällt 1 Person

  2. Klasse Geschichte 😀 Ich mag Rosenkohl eigentlich ganz gerne. Esse ich aber aus irgendeinem Grund viel zu selten. Dein Rezept klingt auf jeden Fall sehr lecker und wird demnächst mal ausprobiert 🙂

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