Emotional Eating und Comfort Food

Viele Menschen greifen immer wieder zu Schokolade, Fast Food oder dem Glas Erdnussbutter, wenn sie eigentlich gar nicht essen müssten. Wer kennt das nicht, man hat zwar vor einer Stunde erst zu Mittag gegessen, aber stehen wir unter Stress, fühlen wir uns schlecht und traurig, sind wir müde oder einfach nur gelangweilt, essen wir. Und dann meistens nicht die paar Stückchen Gurke oder einen Apfel, gegen den nichts einzuwenden wäre, sondern wir greifen zu sogenanntem „Comfort Food“ oder auch „Trostessen“. Die größten Hungerattacken treffen einen, wenn man sich gerade am kleinsten fühlt, sagen Experten und das tägliche Leben lehrt uns, dass sie recht haben. Da lernt man wochenlang für seine Abschlussklausuren und am Ende wiegt man fünf Kilo mehr. Auch im Winter, wenn wir weniger Licht abbekommen und es kalt ist, greifen viele häufiger zu ungesundem Trostessen.

Das ist sogar biologisch und genetisch erklärbar. Ist der Mensch gestresst, schüttet der Körper das Stresshormon Cortisol aus. Dies bewirkt, dass der Körper quasi nach kalorien- und fettreichen Lebensmitteln schreit. Und das, obwohl man eigentlich gar nicht hungrig sein müsste.

In unserer Kultur sind wir mit diesem Essverhalten aufgewachsen, die Lebensmittelaufnahme wird häufig mehr durch Emotionen als durch tatsächlichen, physischen Hunger gesteuert. Und auch von den Medien und dem sozialen Umfeld wird dieses Verhalten beeinflusst, wird Schokolade einem häufig als „ein Stückchen Glück“ angeboten.

Und tatsächlich versetzt der Verzehr von Comfort Food wie Schokolade einen auch oft in einen „glücklichen“ Zustand – durch den Konsum wird Dopamin im Körper ausgeschüttet und Endorphine freigesetzt. Außerdem kann essen auch Ablenkung bedeuten und einen Moment lang vergisst man die negativen Emotionen, die einen eigentlich erst zum Essen bringen. Jedoch ist dieser Glückszustand von kurzer Dauer – das Problem oder der Stress der einen emotional beeinflusst und zum comfort eating treibt, ist natürlich immer noch da. Eventuell sogar verstärkt, wenn einem im Nachhinein auch noch bewusst wird, dass man den fetten, verführenden Big Mac eigentlich nur aus Langeweile gegessen hat, obwohl man gar keinen Hunger hatte!

Natürlich kann man dieser Notwendigkeit sich mit Nahrung zu trösten auch entgegenwirken, jeder kann seine eigene Strategie dafür finden. Ab und zu entspannen, Meditation, Sport oder ein neues Hobby nennen Viele als ihr „Non-Food“-Comforting.

Entzerrt man Emotionen und Hunger, heißt das nicht, auf Schokolade, den Hamburger ab und zu oder die Pizza zu verzichten! Aber der Genuss ist ein anderer – und zwar ein größerer!!! Isst man wirklich aus Hunger und Lust auf den guten Geschmack, sind zwei Stückchen Schokolade ein viel größeres Geschmackserlebnis als trauriges „In-sich-rein-futtern“.

Glücklicherweise bin ich nicht so die Süße 😀 Süßigkeiten als Comfort Food fallen bei mir eher raus. Das ist zumindest schon mal etwas 😉 Dafür könnte ich mich wahrscheinlich mit Käse vollstopfen, das ist leider auch sehr fetthaltig. Zu meinen Entspannungs- und Entstressungs-Strategien gehören wahrscheinlich vorallem zwei Sachen: ich mache regelmäßig Sport, dadurch fühle ich mich fit und schlafe gut. Außerdem kann ich vollkommen abschalten, wenn ich Klarinette spiele. Also einfach mal dreißig bis sechzig Minuten Pause vom Alltag machen, die Klarinette in die Hand nehmen und alle Konzentration in die richtigen Töne legen und wunderbare Melodien erklingen lassen!

Kellie von Kellies Food to Glow hat in Zusammenarbeit mit anderen Bloggern mehrere Artikel zum entsprechenden Thema zusammengestellt und Beiträge aus Medizin und Psychologie verlinkt. Leider sind alle Beiträge nur auf Englisch verfügbar, wer mehr dazu wissen will, sollte aber mal vorbeischauen! Außerdem hat Kellie ein leckeres Rezept eingefügt – eine Art gesundes comfort Food mit einem comforting Element (fettigem Käse 😀 ) und gleichzeitig aber viel gesundes Gemüse und Vollkornnudeln für den Energiekick!

 

Welche Erfahrung habt ihr gemacht und was ist euer spezielles Comfort Food??

 

Eure Isa ❤

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